Theresia Fastian

 

Dipl. ganzheitliche Kunsttherapeutin
Sängerin

theresia.fastian@gmx.at

 

 

 

„Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken.“ (Novalis)

 

Der Alltag und die Beziehungen zu anderen Menschen, ermöglichen uns unter anderem Leidenschaft, Trauer, Spaß, Verzweiflung und Liebe zu erleben. Sie können uns zu Höhenflügen bringen und gleichzeitig in den Abrund hinabstoßen. Und das Drama des tiefen, endlosen Falls macht uns Angst, kann uns im Alltag lähmen, uns unserer Kräfte und Energien berauben. Aber genau diese Höhen und Tiefen machen das Leben aus – und es ist immer eine Frage des Blickwinkels und der eigenen Möglichkeiten, diese Momente im Leben wahrzunehmen, anzunehmen und voll auskosten zu können.

Im Prozess des Erwachsen-Werdens begann ich zu begreifen, worum es im Leben wirklich geht. Im Rahmen der über mehrere Jahre andauernden Ausbildung zur ganzheitlichen Kunsttherapeutin, lernte ich mich und meine Wünsche, Bedürfnisse und Anlagen sehr gut kennen – und auch zu lieben. Ich lernte, nicht mehr still zu sein, nicht mehr vor lauter Angst in der Menge mitlaufen und nicht allen Menschen gefallen zu müssen. Meine innersten Kräfte drängten nach außen und verlangten nach ihrem Recht danach, wahrgenommen und angenommen zu werden. Durch den Gebrauch der eigenen Stimme und gezielter Körperarbeit, bekommen diese Kräfte einen Raum, sich voll zu entfalten. Der eigenen Seele wird ausreichend Raum gegeben, um aus dem Gleichgewicht gekommene Energien wieder regulieren zu können. Dies bildet daher die Basis meines kunsttherapeutischen Tuns.

Zurückblickend zeigte sich bei mir schon im Kleinkindalter die Liebe zur Musik und zum Gesang – ganz unbewusst machte ich mir dessen Kräfte früh zu Nutze und bis heute bedeutet beides für mich Lebensfreude, Seelennahrung und Hilfe in der Not.

Bei meinen Bühnen-Performances ist es mir wichtig, die darzustellenden Charaktere auch wirklich zu spüren. Ich liebe es, anhand der Auseinandersetzung mit den einzelnen Stücken, an meine Grenzen zu gehen und die eigenen verstecken Charaktere in mir heraus zu kitzeln, um sie zum lustvollen Spielen einzuladen. Durch die Darstellung, unter anderem von Tabus, Scheinheiligkeiten, Klischees und offensichtlichem Kitsch, ist es eines meiner Ziele nach außen zu wirken und dem Publikum Reaktionen zu entlocken.

In jedem von uns sind unzählige Gesichter und Möglichkeiten im Innersten versteckt, die während eines Lebens im Alltag nur selten bis nie an die Oberfläche gelangen können oder dürfen. Je nach gesellschaftlichen Normen werden wir schon als Kinder entsprechend geschult, welches Verhalten gerne gesehen wird und welches Verhalten auf Kritik, Abwertung und zur Stigmatisierung führt. Der offene und wertfreie Umgang mit der eigenen Sexualität zum Beispiel, egal welcher Art von Neigung und Vorlieben, ist für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft immer noch ein großes Problem. Da braucht es eben die Kunst, um solche gesellschaftlichen Themen aufzufangen und in notwendiger Art und Weise aufzubereiten – egal ob mit Provokation, Humor oder einfach nur Ehrlichkeit und dem Vorhalten eines Spiegels.

Durch mein kunsttherapeutisches und künstlerisches Tun möchte ich so viele Menschen wie möglich dazu bewegen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, anzunehmen und im geeigneten Rahmen ausleben zu können. Dass sie bewusster aber auch spielerischer mit sich selbst und diesen Bedürfnissen im Alltag umzugehen lernen und irgendwann im Stande sind, trotz aller gesellschaftlich auferlegter Normen, der eigenen, nach Wertschätzung hungernden Seele genug Raum zu geben.

„Die Angst ist im Leben ein weiser Begleiter. Das Überwinden dieser jedoch bringt uns zu den Gipfeln unseres Seins.“ (Ava Daria)